Totensonntag & Volkstrauertag

Der Volkstrauertag am 19. November 2017  ist bei uns ein staatlicher Gedenktag, der 1925 das erste Mal begangen wurde. Damals allerdings noch am fünften Sonntag vor Ostern. Er diente dem stillen Gedenken der Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Während der NS-Zeit mutierte der Volkstrauertag zum faschistischen „Heldengedenktag“.
Als Abgrenzung zum Nationalsozialismus wurde 1952 der Volkstrauertag auf das Ende eines Kirchenjahres auf den 32. bzw. 33. Sonntag gelegt, zwei Sonntage vor dem ersten Advent. An diesem Sonntag gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewalt aller Nationen.

Der Totensonntag am 26. November 2017 wurde vom Preußischen König Friedrich Wilhelm III quasi „ins Leben“ gerufen. Mit einer Verordnung aus dem Jahre 1816 galt er für die evangelische Kirche in den preußischen Gebieten. Der letzte Sonntag vor dem ersten Advent ist seitdem Totensonntag.

Somit stammt der Totensonntag aus der Zeit der Romantik, wo der Zeitgeist nach mehr Empfindsamkeit und Empathie strebte. Das Gedenken an die Toten wurde von allen evangelischen Landeskirchen übernommen. Er ist ein kirchlicher Gedenktag. An diesem Sonntag ist es oftmals Brauch, dass die Namen der Verstorbenen während des Gottesdienstes vorgelesen und die Gräber der Verstorbenen mit Kränzen, Gestecken und Lichtern geschmückt werden.

Florales für die stillen Sonntage